Der Sommer hält Einzug in die Monatscharts. Der französische DJ Hugel stürmt mit gleich zwei Dance-Hits die österreichischen Charts. Hängt er damit sogar Shakiras Megahit ab?
Platz 10: Hugel & Solto – „Jamaican (Bam Bam)“: Ein Klassiker bekommt einen neuen Anstrich: „Jamaican (Bam Bam)“ bringt einen Song zurück auf die Tanzflächen, dessen Ursprünge bis in die 1980er-Jahre reichen. Das Original stammt von der jamaikanischen Sängerin Sister Nancy und gehört zu den bekanntesten Dancehall-Tracks seiner Zeit. Nun haben die französischen DJs Hugel und Solto daraus eine moderne Dance-Version gemacht und verpassen dem Klassiker einen elektronischen Sommer-Sound. Damit zeigt sich erneut, wie beliebt ältere Songs derzeit bei Produzenten und Publikum sind. Auch in Österreich kommt die Neuauflage gut an und schafft den Sprung zurück in die Monatscharts. Dort legt der Track einen kräftigen Satz nach vorne hin: „Jamaican (Bam Bam)“ gewinnt 14 Plätze und landet auf Rang 10.
Platz 9: Katy Perry – „The One That Got Away“: Ein Song aus dem Jahr 2010 erlebt plötzlich ein überraschendes Revival. „The One That Got Away“ von Katy Perry (am Bild) gehört zu den bekanntesten Titeln aus ihrem Erfolgsalbum „Teenage Dream“ und erzählt von einer vergangenen Liebe und der Frage, was gewesen wäre, wenn man zusammengeblieben wäre. Der Song wurde in sozialen Netzwerken neu entdeckt und erreicht dadurch ein jüngeres Publikum. Besonders bemerkenswert: Er schafft es damit erstmals in seiner Geschichte in die österreichischen Top 10. Aus einem mehr als zehn Jahre alten Pop-Hit wird damit plötzlich wieder ein aktueller Chartkandidat .In den österreichischen Monatscharts geht es für Katy Perry ebenfalls nach oben: Der Song verbessert sich um 2 Plätze und steht nun auf Rang 9.
Platz 8: Zara Larsson – „Lush Life“: Zara Larsson hat in diesem Sommer nicht nur ihre Stimme, sondern auch ihre größten Hits mit nach Österreich gebracht. Beim Frequency Festival stand die Schwedin gemeinsam mit zahlreichen internationalen Acts auf der Bühne und präsentierte dabei auch „Lush Life“. Zwischenzeitlich schaffte es der Hit aus dem Jahr 2015 sogar bis auf Platz 1 der österreichischen Charts. Inzwischen ist die ganz große Dynamik zwar etwas abgeflacht, doch „Lush Life“ bleibt ein äußerst starker Dauerbrenner. Der Sommerhit zeigt damit weiterhin bemerkenswerte Ausdauer. Im aktuellen Monatsranking verliert der Track allerdings leicht an Boden und rutscht um einen Platz auf Rang 8 zurück.
Platz 7: Kitschkrieg, Blumengarten & Shirin David – „Gut Genug“: Kaum ein anderer deutschsprachiger Song sorgt derzeit international für so viel Aufmerksamkeit wie „Gut Genug“. Der Track von Kitschkrieg, Blumengarten und Shirin David hat sich zu einem echten Ohrwurm entwickelt und wird längst nicht mehr nur im deutschsprachigen Raum gehört. Besonders auffällig ist die enorme Verbreitung in sozialen Netzwerken, wo der Song immer wieder aufgegriffen und neu interpretiert wird. Gleichzeitig wird der Beitrag von Shirin David immer wieder kritisch diskutiert, weil manche Hörerinnen und Hörer finden, dass ihr Part stilistisch nicht optimal zum restlichen Song passt. Am Erfolg ändert das allerdings wenig: „Gut Genug“ bleibt einer der stärksten Hits des Monats. Trotzdem verliert der Track 4 Plätze und landet auf Rang 7.
Platz 6: Justin Bieber feat. Nicki Minaj – „Beauty And A Beat“: Justin Bieber erlebt mit einem mehr als zehn Jahre alten Hit weiterhin ein bemerkenswertes Comeback. „Beauty And A Beat“ stammt ursprünglich aus dem Jahr 2012 und wurde durch Biebers viel beachteten Auftritt beim Coachella Festival im Frühjahr wiederentdeckt. Danach ging der Song auch in Österreich erstmals richtig durch die Decke: Er schaffte es in die Top 40 und hielt sich sogar mehrere Wochen an der Spitze. Inzwischen scheint der große Hype jedoch langsam nachzulassen. Der ehemalige Spitzenreiter muss deshalb diesmal deutlich Federn lassen. Nach zwei Monaten an der Spitze geht es im aktuellen Monatsranking um 4 Plätze nach unten – „Beauty And A Beat“ landet auf Rang 6.
Platz 5: The Killers – „Mr. Brightside“: Der Trend zu älteren Hits hält weiter an – und „Mr. Brightside“ ist dafür eines der besten Beispiele. Der Song von The Killers stammt aus dem Jahr 2003 und ist inzwischen zu einem echten Generationenklassiker geworden. Inhaltlich geht es um Eifersucht, Misstrauen und die Angst, dass die eigene Partnerin oder der eigene Partner jemand anderen haben könnte. Der Song erzählt nicht nur eine fiktive Geschichte, sondern greift Erlebnisse aus dem Leben des Sängers auf. Aktuell erlebt der Klassiker erneut einen enormen Höhenflug und gehört zu den erfolgreichsten älteren Songs in den österreichischen Charts. Im Monatsranking geht es für „Mr. Brightside“ um einen Platz nach oben auf Rang 5.
Platz 4: Summer Cem & Billa Joe – „Killy Manjaro“: Summer Cem ist einer der prägenden Rapper dieses Sommers. Mit „Killy Manjaro“ hat er gemeinsam mit Billa Joe einen Song veröffentlicht, der sich über Wochen in den österreichischen Charts behaupten konnte. Auch wenn der Text wegen einzelner provokanter und sexistischer Passagen für Diskussionen sorgt, bleibt der Song vor allem eines: ein großer Sommerhit. Insgesamt war „Killy Manjaro“ bereits 5 Wochen auf Platz 2 der österreichischen Singlecharts und hat damit eine beeindruckende Ausdauer bewiesen. Inzwischen scheint die Hochphase allerdings langsam abzuflauen. Im aktuellen Monatsranking kann der Track seine bisherige Position nicht ganz halten und rutscht um 2 Plätze auf Rang 4 zurück.
Platz 3: Temper City – „Self Aware“: Temper City gelingt mit „Self Aware“ ein außergewöhnlicher Erfolg. Die israelische Indie-Rock-Band hat mit ihrer Debütsingle einen Song geschaffen, der sich mit einem modernen Beziehungsproblem beschäftigt: Man fühlt sich zu einem Menschen hingezogen, weiß aber gleichzeitig, dass daraus keine dauerhafte Beziehung entstehen wird. Genau diese innere Zerrissenheit beschreibt der Song. Der Erzähler möchte sich auf den Moment einlassen, ist aber zu selbstreflektiert, um sich etwas vorzumachen. Daraus entsteht eine Mischung aus Nähe, Sehnsucht und emotionaler Distanz. Auch in Österreich geht es für die Band weiter nach oben. Im aktuellen Monatsranking gelingt erstmals der Sprung in die Top 3: Der Song verbessert sich um einen Zähler und landet auf Rang 3.
Platz 2: Hugel, Imael Angel & Ultra Naté – „Movin‘ To The Sun“: Hugel beweist einmal mehr, dass er ein gutes Gespür für Sommerhits besitzt. Gemeinsam mit Produzent Imael Angel und US-Sängerin Ultra Naté bringt er mit „Movin‘ To The Sun“ einen treibenden Dance-Track an den Start. Für Hugel wäre es nicht der erste große Erfolg mit einem neu interpretierten Klassiker: Bereits „Bella Ciao“ wurde 2018 zum internationalen Nummer-1-Hit und machte ihn weltweit bekannt. Nun könnte ihm mit „Movin‘ To The Sun“ erneut ein ähnlicher Erfolg gelingen. Der Song verbindet modernen Dance-Sound mit der markanten Stimme von Ultra Naté und passt damit perfekt in die Sommermonate. Im aktuellen Monatsranking macht der Track einen riesigen Sprung nach vorne und gewinnt 16 Plätze – damit geht es direkt auf Rang 2.
Platz 1: Shakira & Burna Boy – „Dai Dai“: Shakira bleibt mit „Dai Dai“ weiterhin das Maß aller Dinge. Der Song gemeinsam mit Burna Boy ist der offizielle Titel zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und hat sich längst zu einem der großen musikalischen Begleiter des Turniers entwickelt. Shakira ist mit großen Fußballhits bestens vertraut: Bereits „Waka Waka“ wurde 2010 zum weltweiten Klassiker. Besonders bemerkenswert ist die Ausdauer des Songs: „Dai Dai“ steht inzwischen seit 9 Wochen an der Spitze der österreichischen Singlecharts und stellt damit einen neuen persönlichen Rekord für Shakira auf. Ihr früherer Spitzenreiter „Whenever, Wherever“ kam auf 7 Wochen an der Spitze. Im aktuellen Monatsranking bleibt „Dai Dai“ ebenfalls ungeschlagen und verteidigt Rang 1.
Die komplette Liste der Monatscharts:
| DM | LM | Lied | ArtistIn | Punkte |
| 1 | 1 | Dai Dai | Shakira & Burna Boy | 300 |
| 2 | 18 | Movin‘ To The Sun | Hugel, Imael Angel & Ultra Naté | 293 |
| 3 | 4 | Self Aware | Temper City | 291 |
| 4 | 2 | Killy Manjaro | Summer Cem & Billa Joe | 291 |
| 5 | 6 | Mr. Brightside | The Killers | 283 |
| 6 | 5 | Beauty And A Beat | Justin Bieber Feat. Nicki Minaj | 277 |
| 7 | 3 | Gut Genug | Kitschkrieg, Blumengarten & Shirin David | 277 |
| 8 | 7 | Lush Life | Zara Larsson | 270 |
| 9 | 11 | The One That Got Away | Katy Perry | 263 |
| 10 | 24 | Jamaican (Bam Bam) | Hugel & Solto | 257 |
| 11 | 8 | Dracula | Tame Impala | 253 |
| 12 | 14 | Ordinary | Alex Warren | 247 |
| 13 | 16 | Trippin | Bunt. & Mapei | 247 |
| 14 | 17 | The Fate Of Ophelia | Taylor Swift | 239 |
| 15 | 10 | On The Floor | Jennifer Lopez Feat. Pitbull | 238 |
| 16 | 15 | Golden | Huntr/X | 232 |
| 17 | 12 | Where Is My Husband! | Raye | 231 |
| 18 | 9 | Billie Jean | Michael Jackson | 230 |
| 19 | 43 | Wonderwall | Oasis | 229 |
| 20 | 70 | Talk To You | Anotr Feat. 54 Ultra | 213 |
| 21 | 36 | New Religion | Bebe Rexha & Faithless | 208 |
| 22 | 30 | Pilé | Mauvais Djo | 202 |
| 23 | 55 | Freaked Out | Fat Papi & Prodshushy | 199 |
| 24 | 31 | Hate That I Made You Love Me | Ariana Grande | 197 |
| 25 | 21 | Danza Kuduro | Lucenzo Feat. Don Omar | 194 |
| 26 | 32 | Love Me Not | Ravyn Lenae | 193 |
| 27 | 13 | Babydoll | Dominic Fike | 192 |
| 28 | 37 | Mi Chico | Dj Goja | 188 |
| 29 | 29 | Klesch Koids Bier | Pizzera & Jaus | 186 |
| 30 | 35 | Sarà Perchè Ti Amo | Ricchi E Poveri | 184 |
| 31 | 22 | Drop Dead | Olivia Rodrigo | 182 |
| 32 | 34 | Man I Need | Olivia Dean | 175 |
| 33 | 33 | Riptide | Vance Joy | 174 |
| 34 | 25 | The Cure | Olivia Rodrigo | 166 |
| 35 | 41 | I Adore You | Hugel, Topic & Arash Feat. Daecolm | 146 |
| 36 | 47 | Every Breath You Take | The Police | 145 |
| 37 | 19 | Dtmf | Bad Bunny | 145 |
| 38 | 23 | Stupid Song | Olivia Rodrigo | 143 |
| 39 | 44 | Hips Don’t Lie | Shakira Feat. Wyclef Jean | 142 |
| 40 | 28 | Waka Waka (This Time For Africa) | Shakira Feat. Freshlyground | 137 |
| 41 | 42 | No Broke Boys | Disco Lines & Tinashe | 129 |
| 42 | 40 | End Of Beginning | Djo | 129 |
| 43 | 38 | Tau Mich Auf | Zartmann | 126 |
| 44 | NEU | Loser | Tame Impala | 125 |
| 45 | 20 | Beat It | Michael Jackson | 125 |
| 46 | 39 | The Emptiness Machine | Linkin Park | 122 |
| 47 | 51 | Don’t Stop Believin‘ | Journey | 121 |
| 48 | NEU | Petal | Ariana Grande | 117 |
| 49 | NEU | RMB (Ring My Bell) | Aitch | 94 |
| 50 | 57 | Iris | The Goo Goo Dolls | 93 |
| 51 | 61 | Legendary Lovers | Katy Perry | 89 |
| 52 | 52 | In The End | Linkin Park | 83 |
| 53 | RE | Lignano | Glueboys | 80 |
| 54 | 45 | Fever Dream | Alex Warren | 77 |
| 55 | NEU | Mo‘ Money Mo‘ Haters | Summer Cem & Shirin David | 72 |
| 56 | NEU | Animal | Katseye | 71 |
| 57 | 46 | Show Me Love | Wizthemc & Bees & Honey | 69 |
| 58 | 65 | Unwritten | Natasha Bedingfield | 67 |
| 59 | 71 | Wackelkontakt | Oimara | 66 |
| 60 | 50 | Sex On Fire | Kings Of Leon | 66 |
| 61 | 56 | Vielleicht Vielleicht | Milleniumkid & Jbs | 65 |
| 62 | NEU | Kein Kokain | Drunken Masters & Ikkimel | 60 |
| 63 | 62 | Can’t Hold Us | Macklemore & Ryan Lewis Feat. Ray Dalton | 59 |
| 64 | NEU | Y Que Fue? | Don Miguelo | 58 |
| 65 | 27 | Bangaranga | Dara | 53 |
| 66 | 72 | American Girls | Harry Styles | 49 |
| 67 | RE | Treat You Better | Shawn Mendes | 44 |
| 68 | 64 | Augenblick | Pashanim | 39 |
| 69 | 53 | Total Eclipse Of The Heart | Bonnie Tyler | 38 |
| 70 | RE | Apt. | Rosé & Bruno Mars | 38 |
| 71 | 59 | Aff Im Kopf | Caro Fux | 23 |
| 72 | RE | Smells Like Teen Spirit | Nirvana | 20 |
| 73 | RE | S&M | Rihanna | 20 |
| 74 | RE | 12 To 12 | Sombr | 19 |
| 75 | 68 | Move | Adam Port, Stryv, Keinemusik, Orso & Malachiii | 18 |
Anmerkungen zur Ermittlung der Monatscharts:
Die Berechnung erfolgt auf Basis eines Punktesystems. Für jede Platzierung in den wöchentlichen Charts bekommt ein Song eine Punkteanzahl zugewiesen (Platz 75…1 Punkt, …, Platz 1…75 Punkte). Die einzelnen Punkte werden addiert und daraus das Monatsranking erstellt.
Bei Punktegleichheit mehrerer Songs liegt der Beitrag vorne, der in der aktuellen wöchentlichen Chartliste am höchsten platziert ist.

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