Alles neu! Zahlreiche neue Tracks stürmen an die Spitze der Monatscharts. Welcher Sommerhit verdrängt Justin Bieber nach zwei Monaten vom Thron? Es ist eine Popdiva, die seit Jahrzehnten die Charts prägt – und nach 16 Jahren wieder ganz oben steht.
Platz 10: Jennifer Lopez feat. Pitbull – „On The Floor“: Ein echter Evergreen hält sich weiterhin hartnäckig in den Charts. Jennifer Lopez zählt seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Entertainerinnen weltweit – sowohl als Sängerin als auch als Schauspielerin. Erst Ende Juli feierte sie ihren 57. Geburtstag und beweist dennoch eindrucksvoll, dass sie musikalisch nichts an Relevanz verloren hat. „On The Floor“ aus dem Jahr 2011 erlebt aktuell ein starkes Revival und ist bereits seit rund zwei Monaten konstant in den Charts vertreten. Auch heute sorgt der eingängige Beat wieder für volle Tanzflächen und starke Streamingzahlen. Der 2010er-Klassiker bleibt stabil und hält sich weiterhin auf Platz 10.
Platz 9: Michael Jackson – „Billie Jean“: Dieser Song ist noch einmal deutlich älter – und dennoch aktueller denn je. „Billie Jean“ von Michael Jackson stammt ursprünglich aus den 1980er-Jahren und erlebt aktuell ein riesiges Comeback. Grund dafür ist vor allem der erfolgreiche Kinofilm über das Leben des King of Pop, der den Track wieder ins Rampenlicht gerückt hat. Aufgrund des Erfolgs laufen bereits die Vorbereitungen für einen zweiten Film, der voraussichtlich 2027 oder 2028 erscheinen soll. Damit bleibt „Billie Jean“ ein generationsübergreifendes Phänomen, das immer wieder neue Fans gewinnt. In diesem Monat muss der Oldie allerdings etwas nachgeben und fällt um 6 Plätze auf Rang 9.
Platz 8: Tame Impala – „Dracula“: Noch vor wenigen Monaten war Kevin Parker alias Tame Impala nur einem kleineren Publikum bekannt – mit „Dracula“ hat sich das schlagartig geändert. Der Song machte ihn zum internationalen Superstar und läuft seither weltweit rauf und runter. Ein besonderer Moment war sein Konzert in London, bei dem plötzlich Popstar Dua Lipa gemeinsam mit ihm auf der Bühne stand – ein Auftritt, der viral ging und zusätzliche Aufmerksamkeit brachte. Seit März hält sich der Track nun stabil in den Top 10. Im Juli verliert „Dracula“ leicht an Boden und rutscht um einen Platz auf Platz 8 ab.
Platz 7: Zara Larsson – „Lush Life“: Ein viraler Moment hat diesem Hit neues Leben eingehaucht. Bei einem Konzert holte Zara Larsson einen weiblichen Fan auf die Bühne, der gemeinsam mit ihr sang und tanzte – das Video verbreitete sich rasant im Netz und brachte „Lush Life“ nach rund zehn Jahren zurück in die Charts. Der Song schaffte es sogar bis auf Platz 1. Seitdem zeigt sich jedoch ein klarer Trend: Monat für Monat nimmt das Interesse etwas ab, auch wenn der Track weiterhin stark performt. In den Monatscharts setzt sich der leichte Abwärtstrend fort, „Lush Life“ verliert einen Platz und steht nun auf Rang 7.
Platz 6: The Killers – „Mr. Brightside“: Ein Klassiker aus den 2000ern ist derzeit erfolgreicher denn je. „Mr. Brightside“ hat sich seit Anfang des Jahres kontinuierlich nach oben gearbeitet und gehört aktuell zu den meistgestreamten Hits überhaupt. In den Spotify-Charts liegt der Track sogar auf Platz 2 – nur hinter Shakira. Der Nostalgie-Faktor spielt dabei eine große Rolle, denn viele ältere Songs erleben derzeit ein Comeback. Zusätzlich sorgt Frontmann Brandon Flowers für Aufmerksamkeit: Ende des Monats erscheint sein drittes Soloalbum „Trasher“. All das verleiht dem Lied zusätzlichen Rückenwind. Trotz der starken Zahlen muss der Hit im Juli leicht nachgeben und fällt um einen Platz auf Platz 6.
Platz 5: Justin Bieber feat. Nicki Minaj – „Beauty And A Beat“: Der aktuell erfolgreichste „Oldie“ in den Charts verliert seine Spitzenposition. Justin Bieber feierte im Frühling dank seines viel beachteten Coachella-Auftritts ein riesiges Comeback, das „Beauty And A Beat“ zurück in die Charts katapultierte. Der 2010er-Hit schaffte es erstmals in Österreich in die Top 40 und hielt sich sogar vier Wochen lang auf Platz 1. Nun ist diese Erfolgsserie vorerst beendet, auch wenn der Song weiterhin stark gestreamt wird. Die Kombination aus eingängigem Beat und Nicki Minajs Rap-Part bleibt ein Publikumsliebling. Im Monatscountdown geht es jedoch deutlich nach unten – der Track fällt um 4 Plätze auf Rang 5 – der Sieger der Mai- und Juni-Wertung wurde entthront.
Platz 4: Temper City – „Self Aware“: Ein beeindruckender Einstieg für einen neuen Act: „Self Aware“ ist die erste Single von Temper City – und direkt ein voller Erfolg. Anfang August schaffte es das Lied sogar in die Top 3 der österreichischen Charts, während die Spotify-Platzierungen teilweise noch höher lagen. Auch international wächst die Aufmerksamkeit stetig. Interessant: Österreich hat bereits eine eigene Version geliefert, denn DJ Lum!x coverte den Song für den ESC 2022 und konnte damit ebenfalls kurzzeitig in den Charts landen – wenn auch nicht so erfolgreich wie das Original. Im Monatsranking verteidigt „Self Aware“ Platz 4.
Platz 3: Kitschkrieg, Blumengarten & Shirin David – „Gut Genug“: Dieser Hit ist aktuell ein weltweiter Ohrwurm. „Gut Genug“ wird nicht nur im deutschsprachigen Raum gefeiert, sondern auch international – sogar Stars wie Ellie Goulding oder Lizzo singen den Track mit. Besonders bemerkenswert: Als deutschsprachiger Song schaffte er es in die US-Billboard-Charts. Ende Juni stand der Hit eine Woche lang auf Platz 1 in Österreich und blieb den gesamten Juli über konstant in den Top 3. Der eingängige Sound und die starke Präsenz auf Social Media machen ihn zu einem der größten Sommerhits. Im Juli legt der Track einen gewaltigen Sprung hin und verbessert sich um ganze 37 Plätze auf Rang 3.
Platz 2: Summer Cem & Billa Joe – „Killy Manjaro“: Deutschrap bleibt ein dominierender Faktor in den Charts. „Killy Manjaro“ entwickelte sich im Sommer zu einem der größten Hits und stand im Juli gleich drei Wochen lang auf Platz 2. Inhaltlich sorgt der Track zwar mit leicht sexistischen Zeilen für Diskussionen, doch das scheint dem Erfolg keinen Abbruch zu tun. Auch der Titel bleibt im Gedächtnis, da er auf den afrikanischen Berg Kilimandscharo anspielt. Insgesamt ein typischer Sommerhit mit hohem Wiedererkennungswert. Im Monatsranking geht es für den Hit steil nach oben – er verbessert sich um 19 Plätze und landet auf Platz 2.
Platz 1: Shakira & Burna Boy – „Dai Dai“: Der offizielle Song zur Fußball-WM bleibt weiterhin das Maß aller Dinge. „Dai Dai“ dominierte bereits den gesamten Juli und hält sich auch nach dem Turnier souverän an der Spitze der Charts. Vor allem Shakiras (am Bild) spektakulärer Auftritt beim WM-Finale hat dem Track einen zusätzlichen Push verliehen. Doch nicht nur dieser Track profitiert: Auch ihre älteren Hits wie „Waka Waka“ und „Hips Don’t Lie“ sind wieder in den Charts vertreten. Damit zeigt sich einmal mehr, wie stark große Events die Musiklandschaft beeinflussen können. Der Mix aus globalem Pop und internationalen Einflüssen trifft genau den Geschmack der Hörer. Im Monatscountdown verbessert sich Shakira um 11 Plätze auf Rang 1 – „Dai Dai“ ist der meistverkaufte und meistgestreamte Song im Juli.
Die komplette Liste der Monatscharts:
| DM | LM | Lied | ArtistIn | Punkte |
| 1 | 12 | Dai Dai | Shakira & Burna Boy | 375 |
| 2 | 21 | Killy Manjaro | Summer Cem & Billa Joe | 368 |
| 3 | 40 | Gut Genug | Kitschkrieg, Blumengarten & Shirin David | 367 |
| 4 | 4 | Self Aware | Temper City | 359 |
| 5 | 1 | Beauty And A Beat | Justin Bieber Feat. Nicki Minaj | 353 |
| 6 | 5 | Mr. Brightside | The Killers | 352 |
| 7 | 6 | Lush Life | Zara Larsson | 341 |
| 8 | 7 | Dracula | Tame Impala | 336 |
| 9 | 3 | Billie Jean | Michael Jackson | 325 |
| 10 | 10 | On The Floor | Jennifer Lopez Feat. Pitbull | 320 |
| 11 | 15 | The One That Got Away | Katy Perry | 312 |
| 12 | 13 | Where Is My Husband! | Raye | 304 |
| 13 | 9 | Babydoll | Dominic Fike | 302 |
| 14 | 17 | Ordinary | Alex Warren | 299 |
| 15 | 16 | Golden | Huntr/X | 291 |
| 16 | 24 | Trippin | Bunt. & Mapei | 281 |
| 17 | 18 | The Fate Of Ophelia | Taylor Swift | 280 |
| 18 | NEU | Movin‘ To The Sun | Hugel, Imael Angel & Ultra Naté | 273 |
| 19 | 34 | Dtmf | Bad Bunny | 269 |
| 20 | 11 | Beat It | Michael Jackson | 263 |
| 21 | 31 | Danza Kuduro | Lucenzo Feat. Don Omar | 256 |
| 22 | 19 | Drop Dead | Olivia Rodrigo | 251 |
| 23 | 57 | Stupid Song | Olivia Rodrigo | 247 |
| 24 | 51 | Jamaican (Bam Bam) | Hugel & Solto | 246 |
| 25 | 8 | The Cure | Olivia Rodrigo | 245 |
| 26 | NEU | Glaub An Dich | Bearytunes | 245 |
| 27 | 2 | Bangaranga | Dara | 240 |
| 28 | 67 | Waka Waka (This Time For Africa) | Shakira Feat. Freshlyground | 223 |
| 29 | 38 | Klesch Koids Bier | Pizzera & Jaus | 223 |
| 30 | NEU | Pilé | Mauvais Djo | 219 |
| 31 | 22 | Hate That I Made You Love Me | Ariana Grande | 218 |
| 32 | 26 | Love Me Not | Ravyn Lenae | 215 |
| 33 | 29 | Riptide | Vance Joy | 207 |
| 34 | 28 | Man I Need | Olivia Dean | 206 |
| 35 | 32 | Sarà Perchè Ti Amo | Ricchi E Poveri | 198 |
| 36 | 35 | New Religion | Bebe Rexha & Faithless | 191 |
| 37 | NEU | Mi Chico | Dj Goja | 185 |
| 38 | 43 | Tau Mich Auf | Zartmann | 180 |
| 39 | 30 | The Emptiness Machine | Linkin Park | 163 |
| 40 | 25 | End Of Beginning | Djo | 152 |
| 41 | RE | I Adore You | Hugel, Topic & Arash Feat. Daecolm | 151 |
| 42 | 36 | No Broke Boys | Disco Lines & Tinashe | 147 |
| 43 | RE | Wonderwall | Oasis | 145 |
| 44 | RE | Hips Don’t Lie | Shakira Feat. Wyclef Jean | 143 |
| 45 | 23 | Fever Dream | Alex Warren | 143 |
| 46 | 61 | Show Me Love | Wizthemc & Bees & Honey | 132 |
| 47 | 53 | Every Breath You Take | The Police | 129 |
| 48 | 20 | Janice Stfu | Drake | 118 |
| 49 | 27 | Stripes And Stars | Das Nationalteam | 115 |
| 50 | 49 | Sex On Fire | Kings Of Leon | 114 |
| 51 | 72 | Don’t Stop Believin‘ | Journey | 111 |
| 52 | 45 | In The End | Linkin Park | 105 |
| 53 | NEU | Total Eclipse Of The Heart | Bonnie Tyler | 103 |
| 54 | NEU | Sprite | Bonez Mc, Gzuz & Jugglerz | 97 |
| 55 | NEU | Freaked Out | Fat Papi & Prodshushy | 93 |
| 56 | 54 | Vielleicht Vielleicht | Milleniumkid & Jbs | 82 |
| 57 | 58 | Iris | The Goo Goo Dolls | 79 |
| 58 | 33 | White Keys | Dominic Fike | 78 |
| 59 | 41 | Aff Im Kopf | Caro Fux | 75 |
| 60 | NEU | Ghetto Superstars | Capital Bra & Samra | 66 |
| 61 | 50 | Legendary Lovers | Katy Perry | 65 |
| 62 | 59 | Can’t Hold Us | Macklemore & Ryan Lewis Feat. Ray Dalton | 64 |
| 63 | RE | Nuevayol | Bad Bunny | 55 |
| 64 | NEU | Augenblick | Pashanim | 53 |
| 65 | 68 | Unwritten | Natasha Bedingfield | 51 |
| 66 | 48 | (When You Gonna) Give It Up To Me | Sean Paul Feat. Keyshia Cole | 51 |
| 67 | 70 | Akon | Jazeek | 49 |
| 68 | RE | Move | Adam Port, Stryv, Keinemusik, Orso & Malachiii | 49 |
| 69 | 74 | We Are The People | Empire Of The Sun | 46 |
| 70 | NEU | Talk To You | Anotr Feat. 54 Ultra | 45 |
| 71 | RE | Wackelkontakt | Oimara | 44 |
| 72 | 73 | American Girls | Harry Styles | 44 |
| 73 | NEU | Komm Näher | Juju & Raf Camora | 43 |
| 74 | NEU | Sonne Über Berlin | Capital Bra & Samra | 42 |
| 75 | RE | Homewrecker | Sombr | 41 |
Anmerkungen zur Ermittlung der Monatscharts:
Die Berechnung erfolgt auf Basis eines Punktesystems. Für jede Platzierung in den wöchentlichen Charts bekommt ein Song eine Punkteanzahl zugewiesen (Platz 75…1 Punkt, …, Platz 1…75 Punkte). Die einzelnen Punkte werden addiert und daraus das Monatsranking erstellt.
Bei Punktegleichheit mehrerer Songs liegt der Beitrag vorne, der in der aktuellen wöchentlichen Chartliste am höchsten platziert ist.

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